
Fünf… vier…. drei….. zwei….. einhundertsechsunddreißig. Genau so viele Zuschauerinnen haben uns am 11. Februar zum ersten “Heimspiel” die Daumen (erfolgreich) gehalten, und wir danken jeder einzelnen dafür. Nach einem klaren, lauteren, unanfechtbaren 18:16 (?) bleiben die Stereotypen zu Hause ungeschlagen. Viel mussten wir dafür nicht tun. Dafür hat Roger, die charmante, leicht selbstverliebte, von Dyskalkulie (oder zumindest Spiegel-Trauma) geplagte, aber dennoch faire Schiedsrichterin und Moderatorin gesorgt. Mona Tawussi konnte daran auch nichts ändern, sie musste leider absagen… Dafür sprang Ilka aus Hannover ein. Hat aber auch nix gebracht.

Davon ahnten die Herausforderinnen jedoch während des ersten Spiels noch nichts: Wachsen und Schrumpfen begann im Aufzug, und schlich sich wertungs- aber nicht verwirrungsfrei durch venedische Kneipen und Militär-Tanzkurse bis zurück in den Schacht. Da musste Sven Moritz und mir schonmal den Ton angeben, damit wir überhaupt wussten was Sache ist. Nach diesem kleinen Warum-Up haben alle Schauspielerinnen vergeblich versucht, eine Handstaubsaugerin zu besingen, stattdessen funkte (funky, nicht Funken) die Klingel, hüpfte die Kommunikationsköfferin, und entdeckte Sonja ihre heimliche Leidenschaft für fegende KnackÄ*****innen. Danach durften dann beide TeamInnen angeben. Die Jungs “Ein Schwäääääärt!” spricht den Römer spricht die Römerin sprich: die Frau (wenn Marvin denn aufpasst), und die Mädchen eine Großkühlschrank-Suppenaufsichts Szene in schließlich weniger als 3 Sekundinnen. Respektabel.
Immer wieder schusterte uns der sympathische Roger (der Svens Bruder hätte sein können) ganz dezent und heimlich Punkte zu, so konnten wir beruhigt in die Pause gehen.

Die Zweite Hälfte ist genauso schnell erzählt, wie sie vorbei war: Des A-Turms Kern ist eben kein Kindergeschrei, sofern man gut verhütet, und selbst wenn nicht sollte man hinterher wenigstens aufpassen, welche DVDs die Kinder so schauen, um sicher zu gehen, damit sich nicht gleich jemand totlacht. Und falls sich ein Mann totlachte – so wissen wir ebenfalls seit gestern – ist das kaum schlimm, denn wenn es nach Nele, Sonja und Ilka geht, ist unser Jahrtausend eh vorbei. “Klär du das Schatz! *grübel* HALT! Moment, natürlich kläre ich das selber!” ist ein Satz, den wir ab jetzt immer häufiger von unseren Frauen zu hören bekommen werden. Und natürlich sind ab nun die Anredinnen immer häufiger auch in die weibliche Förmin gesetzt
. Nach dieser Politik-Geschichts-Stunde wurde es wieder Quantenphysikalisch: Zwei Räume, 4 Leute, Eine Fliege, Ein Tresor, und eine ominöse Gestalt namens Joe werden seit dem in Pretoria, Johannesburg und Kapstadt gesucht. Das Musical erklärst du bitte Sven, die Beziehungen hier übersteigen meine Vorstellungskraft. Irgendwas mit doppeltes Lottchen und lustigen Flippers im Arktischen Meer oder so…

Zum Abschluss bleibt zu sagen: Danke an alle Schauspielerinnen, Danke Marli und Volkmar, Danke Publikum, wir lieben euch alle! Besonders dich, Bielefeld… solange man nicht in dir wohnt.
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Nele kommt schon ganz bald wieder (Eltern auch?), und bringt noch eine Freundin mit: Am 11. März verlieren wir Moritz zwar ans Latinum aber die restlichen Stereotypen spielen eine herzerweichende Impro-Show voller Musik und Gefühl mit (nicht gegen) die Schmidt’s Katzen aus Hildesheim. Bringt Freunde mit, und gute Ideen.
Bis bald,
euer Marvin
PS: Ausführlich genug, SVEN?