Mona Tawussi als Cassandra, Marvin als Gottlieb, Wiebke Wimmer als Sophie
Foto: Tilman Dominka
Im Rahmen des Improtheaterfestivals in Würzburg suchte das ausverkaufte Theater am Neunerplatz den besten Sänger der Nation. Das von frei.wild (Berlin) liebevoll organisierte Event wurde besonders durch das Zusammenspiel der 6 Spieler aus ganz Deutschland ein großartiges Ereignis. Jeder Spieler wurde vom Publikum mit Eigenschaften ausgestattet, und so durfte ich als Gottlieb (68), ehemals Kampfpilot als Vertreter des Genres “Jodeln” gegen fünf andere, ähnlich schräge Unikate antreten. Am Ende sprang für Gottlieb und mich ein tapferes Halbfinal-Aus heraus. Mit ihrer Performance als bauchredende, rappende Sophie (15), überzeugte Wiebke Wimmer von der Steifen Brise aus Hamburg auch den letzten Fan im Publikum und gewann den Pokal.
Stereotyper geht es fast nicht. Aber auch nur fast: Denn die stereotypsten sind schließlich immer noch die Stereotypen, und die gibts bereits am kommenden Samstag wieder auswärts zu sehen:
31. Oktober, 19.30 Uhr, Kaschlupp Detmold, Impro-Show mit dem ImproTheaterClub
Eintritt Frei!
oder zu Hause (da ist es immer noch am schönsten)
4. November, 20.00 Uhr, JZ-Kamp Impro Slam! (feat. Arabella Bartsch)
Es freuen sich auf euch,
eure Stereotypen
Marvin, Moritz und Sven

Das Tor zur großen Fernsehwelt, dahinter die Stereotypen. Das Foto machte Moritz nach unserem Auftritt beim JugendMedienEvent 2009.

Foto: Daniel Burchot
Weil die Presse so schön über uns berichtet, schreiben wir dieses Mal nichts Eigenes. Hier geht’s deshalb zum Artikel der NW: Ein Abend voller Stereotype (NW, 9. Oktober 2009).
Und zum Schluss etwas Aufklärungsarbeit für alle die sich gefragt haben: Wer ist der dunkelhaarige, lockige, weißhemdtragende Typ an den Keyboards? Sein Name ist Jannis! Und der spielt in einer Band mit dem glorreichen Namen…

Herzlichst
Eure Stereotypen

Sie kamen, sahen und einer siegte: Marvin the Marv, Maestro des Abends. Herzlichen Glückwünsch! Den Pokal darf er allerdings nur kurz behalten, denn der wandert von einem Maestro zum anderen. Das macht aber nichts, denn viel wichtiger als ein geformtes Stück Blech sind geformte Erinnerungen an einen schönen und stickigen Abend in der gut gefüllten Oeynhausener Druckerei.
Am Ende konnte es nur einen geben, Marvin. Im Finale standen jedoch zwei, Marvin und Sven. Und im Vorhalbfinale sogar drei, Marvin, Sven und Moritz. Am Ende also alles sehr stereotyp. Ja, das war, um es mit Wowereits Worten zu betonen, auch gut so! Der Wille des Volkes zählt und klatscht.
Ob nun der Hermann, der mit seiner Ilse über den passenden Christbaumschmuck (Unterhosen oder Kugeln) stritt, ein fliegender Super-Strickpinguin oder ein proktologischer Skilehrer, der vielleicht auch Qi-Lehrer war. Es war wieder einmal ziemlich verrückt, ganz und gar maeströs. Wer wusste bis zum Beginn des Abends schon, dass Marcel REICH Ranicki Tanztheater inszeniert, dass ein Zahnarzt sich am liebsten ohne Betäubung selbst behandelt, dass ein Stuntdouble vor allem das Klobürstenwerfen in Zeitlupe beherrschen muss? Niemand, nicht einmal die Schauspieler. Am Ende ist man immer schlauer.
Wer die Stereotypen nicht im Kampf erleben möchte, sondern im Kamp, gemeinsam mit Nele und Jannis aus Hildesheim, der sollte am kommenden Mittwoch, 7. Oktober, um 20 Uhr ins Kulturkombinat Kamp in Bielefeld kommen. Dort gibt es in gewohnter Qualität stereotype Abendunterhaltung vom Feinsten. Wir freuen uns auf euch. Das Motto des Abends lautet dann übrigens “Improllywood”. Klingt vielsprechend, nicht wahr? Zu Recht!
Herzlichst
Eure Stereotypen