Monthly Archive for April 2011

Jorge und Harry


(Foto: Daniel Burchot)

Um nicht zwischen 25 Jahre Super-GAU und britischer Traumhochzeit in Vergessenheit zu geraten, soll hier an dieser Stelle an den schönen Auftritt in Gütersloh am 27. April 2011 erinnert werden. Denn was haben wir 112 Webereibesucher nicht alle gelacht. Nichtmals die Schauspieler selbst konnten sich heute so recht ernstnehmen. Den Twister als neues verpeiltes Freezespiel zum Omen des Abends gemacht, sollte noch viel Lach-Has’ aus dem Impro-Zylinder hopsen: Carsten aus Brödsen (Sommerallergie, Zuckungen) und seine Zwillingsschwestern Sonja und Svenja sollten das Geheimnis des Blumenkohl eher lösen als das der toten Mutter. Was allerdings zur Sirenentirade der Schwestern führte blieb ungeklärt.

Jorge (schwul, Friseur) und Harry (schwul, Polizist) fliegen heimlich mit Annett und Babette nach Rumänien zu seiner Familie. Wann genau in Rumänien sie allerdings ihre Hassliebe zum Tragen bringen, weiß keiner so genau. Der Schwarze Himmel über Lornsdale half den verwirrten Briten die Blume zu wässern, das Königshaus zu metzeln, einen Pocket-Dial an die verschrobene Hexe loszusenden aber im Endeffekt doch an der Chain of Beeing zu scheitern… Warum Shakespeare selbst dieses Meisterwerk nie veröffentlicht hat, ist noch immer nebulös. Ebenso nebulös bleibt die Funktionsweise der Verpack-und-Wickel Maschine für Babyelephanten. Abgesehen von unseren gehörlosen Zuschauern, wird diese wohl niemand en Detail verstanden haben.

Die zweite Hälfte begann mit Steve (26) aus Ostberlin der einem wütenden Kommissar die Geschichte mit Rudi, der Currywurst und dem Büglingham-Palace gestand, direkt gefolgt von einem weiteren Novum der deutschsprachigen Impro-Landschaft, der schattenvorauswerfenden Spieleneuheit aus eigener Schmiede “123-Klaus”. Ob allerdings zu viel Computerspielen wirklich aggressiv macht bleibt unklar. Und darum ging es im Endeffekt ja auch gar nicht. Denn als “Dogs – die wahren Katzen”, ein romantisches Impro-Musical, ganz abgestimmt auf den Gütersloher Geschmack, uraufgeführt wurde… ja spätestens dann waren alle Ständeunterschiede vergessen, und 112 Leute gingen mit dem Jackson’schen Vorsatz nach hause, die Welt zu heilen und sie einen besseren Platz zu machen.

Und hier noch der Artikel der Neuen Westfälischen.

Das können wir wohl am 25. Maibei unserem letzten Webereiauftritt vor der Sommerpause, kaum toppen. Aber wir werden alles daran setzen. :)





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